Veganuary 2026
Der Veganuary lädt dazu ein, sich im Jänner einen Monat lang mit pflanzlicher Ernährung auseinanderzusetzen. Auch an der Universität Wien nutzen wir diesen Anlass, um den Zusammenhang zwischen Ernährung, Klimawandel und nachhaltigem Universitätsbetrieb sichtbar zu machen und zum Ausprobieren zu ermutigen. Im Mittelpunkt steht das Kennenlernen neuer Lebensmittel, Rezepte und Routinen. Weltweit beteiligen sich jedes Jahr Millionen Menschen, Institutionen und Organisationen an der Initiative.

- ~ 34 %aller globalen Treibhausgas-Emissionen
stammen aus dem Ernährungssystem – einschließlich Produktion, Verarbeitung und Landnutzung.
- ~ 83 %der landwirtschaftlichen Fläche
werden weltweit für tierische Produkte genutzt, liefern jedoch nur etwa 18 % der Nahrungskalorien.
- ~17 %der landwirtschaftlichen Fläche
dienen dem Anbau pflanzlicher Lebensmittel für den direkten menschlichen Verzehr, diese liefern rund 82 % der Nahrungskalorien.
- Ernährungs- systemesind ein zentraler Hebel im Klimaschutz.
Ein Drittel aller Emissionen resultiert aus Ernährung – stärker als viele einzelne Sektoren wie Transport oder Industrie.
Ernährung & Klimawandel
Unser Ernährungsverhalten beeinflusst Treibhausgasemissionen, Flächennutzung, Wasserverbrauch und Biodiversität. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass pflanzliche Lebensmittel im Durchschnitt deutlich geringere Treibhausgasemissionen verursachen als tierische Produkte. Besonders emissionsintensiv sind Fleisch und Milchprodukte, während Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide vergleichsweise ressourcenschonend sind.
Neben der grundsätzlichen Frage nach dem Anteil pflanzlicher und tierischer Lebensmittel spielen auch Aspekte wie Saisonalität, Anbau- und Verarbeitungsmethoden eine Rolle für die Nachhaltigkeit unserer Ernährung. Für die Klima- und Biodiversitätskrise ist der Anteil pflanzlicher Ernährung dabei jedoch der mit Abstand wichtigste Hebel.
Termine
20./21. Jänner: Pflanzliche Köstlichkeiten im Hauptgebäude
Veganuary zum Probieren: An den Verkostungsstationen können Studierende pflanzliche Snacks und Gerichte kennenlernen und mit Nachhaltigkeitsinitiativen ins Gespräch kommen.
27. Jänner: Pflanzliche Köstlichkeiten am UZA II
Auf den Geschmack kommen: Von 12:30 bis 14:30 können vegane Mittagssnacks verkostet werden und Sie erfahren mehr über das Projekt #gesund-studieren
29. Jänner: Veganuary Happy Hour für Mitarbeitende & Alumni
Spannende Impulse der Veganen Gesellschaft sowie leckere vegane Häppchen warten bei dieser besonderen "Happy Hour" des Nachhaltigkeitsbüros in Zusammenarbeit mit dem Alumni-Büro der Uni Wien. (Anmeldung erforderlich)
Nehmen Sie an der Veganuary Workplace Challenge teil!
An folgenden Standorten der Universität Wien finden sich Mensen mit pflanzlichem Speiseangebot:
- Lia Bistro Biologiezentrum Uni Wien (UBB)
Djerassiplatz 1, 1030 Wien - Lia Cafeteria am Oskar-Morgenstern-Platz (OMP)
Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien (1. Stock) Uni Wien Mensa Kolingasse
Kolingasse 14-16, 1090 Wien
Ob Mitarbeitendenessen, Seminarverpflegung, Delegationsbesuch oder Kongress: Verpflegung ist ein zentraler Bestandteil von Veranstaltungen an der Universität Wien. Pflanzliches Catering bietet dabei eine hochwertige, genussvolle und nachhaltige Option. Es eignet sich für unterschiedlichste Veranstaltungsformate und verbindet kulinarische Qualität mit einem ressourcenschonenden Ansatz. Das Veranstaltungsmanagement der Universität Wien stellt einen eigenen Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen zur Verfügung.
Ein weiterer Service ist die Liste der Catering-Anbieter*innen des Veranstaltungsmanagements. Über einen eigenen Filter lassen sich gezielt Anbieter*innen finden, die vegane Speiseangebote führen und Erfahrung mit nachhaltigem Catering im universitären Kontext haben. Das erleichtert die Auswahl und macht pflanzliche Optionen gut planbar.
Erfahrungsberichte aus der Praxis:
Kathrin Sartingen (Leiterin Doktoratsschule für Philologisch-Kulturwissenschaftliche Studien)
„Die Docschool PhilKult bietet überwiegend und aus großer Überzeugung vegetarische Buffets mit hohem pflanzlichem Anteil. Inzwischen gibt es eine reichhaltige und vielfältige Auswahl an Caterern, die hervorragende vegetarische Buffets anbieten, die auch ansonsten fleischessende KollegInnen überzeugt haben.“
Claus Lamm (Vizedekan Fakultät für Psychologie)
„Bei Veranstaltungen der Fakultät für Psychologie verwenden wir aufgrund eines Grundsatzbeschlusses, dem im Rahmen einer Fakultäts- Strategieklausur einstimmig zugestimmt wurde, ausschließlich vegetarisches Catering bei offiziellen Veranstaltungen wie etwa Sommer- und Weihnachtsfeiern, aber auch Retreats und Klausuren. Dabei streben wir zudem einen hohen pflanzlichen Anteil an, wie z.B. bei der letzten Weihnachtsfeier, die komplett vegan gestaltet wurde. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, und wir halten diesen Ansatz für einen wichtigen Beitrag im Sinne der Nachhaltigkeit, aber auch des Tierwohls.“
Thilo Hofmann (Ko-Direktor vom Environment and Climate Research Hub)
„Bei Veranstaltungen des Environment and Climate Research Hub (ECH) setzen wir auf ein vegetarisches Catering mit überwiegend pflanzlichen Optionen. Damit möchten wir einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Gesundheit leisten, sicherstellen, dass für alle Teilnehmenden etwas Passendes vorhanden ist, und zeigen, dass vegetarisches und rein pflanzliches Essen natürlich auch schmecken kann.“
Uli Technau (Vizedekan Fakultät für Lebenswissenschaften)
„Um ihrer Verantwortung im Sinne der Nachhaltigkeit gerecht zu werden, hat sich die Fakultät für Lebenswissenschaften sowohl für ihre Mensa, als auch für alle Veranstaltungen vor einigen Jahren bereits für eine ausschliesslich vegetarische und vegane Verpflegung entschieden. Je nach Caterer, Zweck und Umfang umfassen diese sowohl fingerfood als auch größere warme Gerichte. Neben dem Essen legen wir auch bei Geschirr und Besteck Wert auf Nachhaltigkeit. Dies stösst i.d.R. auf sehr positive Resonanz der Teilnehmenden, inclusive den Menschen, die keine Vegetarier sind. Wir haben bereits eine Reihe von Caterern ausprobiert und auch bzgl des Preis-Leistungsverhältnisses überwiegend positive Erfahrungen gemacht.“
Schlauer essen. Klarer denken. Klima schützen.
Beiträge aus der Forschung
Wie wir Appetit auf gesunde Ernährung bekommen
Podcast mit Gesundheitspsychologin Laura Maria König
Ian EhmWarum wir alle (ein bisschen) veganer werden sollten
Ian EhmPflanzenbasierte Ernährung kann Risiko von Multimorbidität senken
Ian EhmCOhort on PLANT-based diets
Die Uni Wien ist an der bisher größten Kohortenstudie im deutschsprachigen Raum rund um alle Ernährungsformen beteiligt.
Collage: Florence Wibowo, Foto: Ian Ehm

