Nachhaltige Mobilität
Mobilität ist ein zentraler Hebel für den Klimaschutz. Auch an der Universität Wien entstehen Emissionen durch tägliche Wege von Studierenden und Mitarbeitenden sowie durch dienstliche Reisen. Gleichzeitig bietet ein innerstädtischer Universitätsstandort große Chancen für nachhaltige Mobilität. Die Universität Wien setzt sich daher dafür ein, klimafreundliche Mobilitätsformen zu fördern, Infrastruktur zu verbessern und Rahmenbedingungen für aktive und öffentliche Mobilität zu stärken. Ziel ist es, Wege zur Universität und zwischen Standorten möglichst umweltfreundlich, gesund und effizient zu gestalten.
Unterziele aus der Roadmap Klimaneutralität 2030
- Reduktion der Emissionen aus Dienstreisen und Auslandsaufenthalten um 75 % bis 2030
- Reduktion der Emissionen aus der Pendelmobilität um 50 % bis 2030
Der Themenbereich Mobilität setzt sich aus Pendelmobilität von Mitarbeiter*innen und Studierenden sowie universitätsbezogene Auslandsaufenthalte beider Personengruppen (z.B. Dienstreisen Mitarbeiter*innen, Exkursionen) zusammen. Den größten Teil (58%) der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen verursachen Dienstreisen und Auslandsaufenthalte der Mitarbeiter*innen. Bis 2030 sollen drei Viertel der Emissionen aus Dienstreisen und Auslandsaufenthalten eingespart werden. In deutlich geringerem Ausmaß trägt das Pendelverhalten der Studierenden und der Mitarbeiter*innen zum CO2-Fußabdruck der Uni bei. Auch hier will man noch einmal die Hälfte bis 2030 einsparen.
Konkrete Maßnahmen zur Reduktion der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen, vor allem aus dem Bereich der Dienstreisen und Auslandsaufenthalte, werden von einer vom Rektorat eingesetzten Arbeitsgruppe erarbeitet. Um die Wirksamkeit von Maßnahmen feststellen zu können, sollen im Bereich der Dienstreisen und Auslandsaufenthalte Daten nach Möglichkeit zentral erhoben und analysiert werden. Eine weitere Mobilitätsumfrage wird Auskunft über geändertes Mobilitäts- und Pendelverhalten und Input für eine Aktualisierung der THG Bilanz liefern.
Die Arbeitsgruppe Pendlermobilität des Nachhaltigkeitsbeirats fokussiert sich auf die Reduktion der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen der Universität Wien. Dabei wird zwischen den universitären Reisen und dem Pendeln unterschieden. In beiden Bereichen werden Maßnahmenvorschläge ausgearbeitet.
Mitglieder der AG Mobilität sind:
- Ulrich Kiermayr
- Adrian Hiß
- Birgit Fink
- Eva Millesi
- Ilse Reiter-Zatloukal
- Hannes Schmidt
- Werner Niedermaier
- Flora Rainalter
Sie haben Interesse, in der Arbeitsgruppe mitzuwirken? Schreiben Sie uns an nachhaltigkeit(at)univie.ac.at
Uni Wien radelt
Gemeinsam in Bewegung für Gesundheit, Klima und nachhaltige Mobilität
Mobilitätsumfrage 2022 und 2025
Auf Basis der in den Jahren 2022 und 2025 durchgeführten Mobilitätsbefragungen zeigt sich an der Universität Wien ein Trend hin zu aktiveren und klimafreundlichen Fortbewegungsformen. Die wesentliche Veränderung liegt im massiven Ausbau der aktiven Mobilität: So hat sich der Radverkehrsanteil bei den Bediensteten seit 2019 auf 24 % verdoppelt und bei den Studierenden auf 9 % verdreifacht. Parallel dazu bleibt der öffentliche Verkehr zwar das dominierende Verkehrsmittel, verzeichnete jedoch Rückgänge bei den Studierenden (von 93 % auf 82 %) und den Mitarbeitenden (von 78 % auf 63 %) zugunsten von Fahrradfahren und Zufußgehen. Der PKW-Anteil verharrt bei beiden Gruppen auf einem konstant niedrigen Niveau von etwa 4 %, wobei jedoch ein steigender Anteil an E-Fahrzeugen sowie ein großes Umstiegspotenzial für Pendler*innen im Nahbereich (unter 10 km) identifiziert wurde.