Nachhaltige Mobilität
Mobilität verursacht 53 Prozent der in der Treibhausgasbilanz 2025 erfassten Emissionen der Universität Wien. Dazu zählen einerseits die täglichen Wege von Studierenden und Mitarbeiter*innen, andererseits Dienstreisen und studienbezogene Auslandsaufenthalte. Die Universität Wien arbeitet daran, klimafreundliche Mobilitätsformen zu unterstützen, die dafür notwendige Infrastruktur zu verbessern und mobilitätsbedingte Emissionen zu reduzieren.
Unterziele aus der Roadmap Klimaneutralität 2030*
- Reduktion der Emissionen aus Dienstreisen und Auslandsaufenthalten um 75 % bis 2030
- Reduktion der Emissionen aus der Pendelmobilität um 50 % bis 2030
Der Themenbereich Mobilität setzt sich aus Pendelmobilität von Mitarbeiter*innen und Studierenden sowie universitätsbezogene Auslandsaufenthalte beider Personengruppen (z.B. Dienstreisen Mitarbeiter*innen, Exkursionen) zusammen. Den größten Teil (58%) der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen verursachen Dienstreisen und Auslandsaufenthalte der Mitarbeiter*innen. Bis 2030 sollen drei Viertel der Emissionen aus Dienstreisen und Auslandsaufenthalten eingespart werden. In deutlich geringerem Ausmaß trägt das Pendelverhalten der Studierenden und der Mitarbeiter*innen zum CO2-Fußabdruck der Uni bei. Auch hier will man noch einmal die Hälfte bis 2030 einsparen.
Konkrete Maßnahmen zur Reduktion der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen, vor allem aus dem Bereich der Dienstreisen und Auslandsaufenthalte, werden von einer vom Rektorat eingesetzten Arbeitsgruppe erarbeitet. Um die Wirksamkeit von Maßnahmen feststellen zu können, sollen im Bereich der Dienstreisen und Auslandsaufenthalte Daten nach Möglichkeit zentral erhoben und analysiert werden. Eine weitere Mobilitätsumfrage wird Auskunft über geändertes Mobilitäts- und Pendelverhalten und Input für eine Aktualisierung der THG Bilanz liefern.
*Hinweis: Dieses Unterziel wurde auf Basis der Treibhausgasbilanz 2019 formuliert und wird im Zuge der Weiterentwicklung der Roadmap anhand der Treibhausgasbilanz 2025 überprüft und angepasst.
Die AG Mobilität des Nachhaltigkeitsbeirats fokussiert sich auf die Reduktion der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen der Universität Wien. Dabei wird zwischen den universitären Reisen und dem Pendeln unterschieden. In beiden Bereichen werden Maßnahmenvorschläge ausgearbeitet.
In zwei Sub-Arbeitsgruppen arbeiten Mitglieder der AG an Fragestellungen zur Verbesserung der nachhaltigen Mobilität an der Uniersität Wien:
- Die Arbeitsgruppe Pendlermobilität entwickelt Maßnahmen, um die täglichen Wege zur Universität klimafreundlicher zu gestalten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Fahrradinfrastruktur an und rund um die Standorte der Universität Wien.
- Die Arbeitsgruppe Flugreisen und Auslandsaufenthalte des Nachhaltigkeitsbeirats entwickelt gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsbüro und der Steuerungsgruppe Maßnahmen für eine nachhaltigere Reisetätigkeit.
Sie haben Interesse, in einer Arbeitsgruppe mitzuwirken? Schreiben Sie uns an nachhaltigkeit(at)univie.ac.at
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53 %der bilanzieten Treibhausgasemissionen
der Universität Wien entfielen 2025 auf Mobilität.
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~ 50 %der Mobilitätsemissionen
entstanden durch Dienstreisen und Auslandsaufenthalte von Mitarbeiter*innen.
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24 %Fahrradanteil bei Mitarbeitenden
Fast ein Viertel der Mitarbeiter*innen kam 2025 hauptsächlich mit dem Fahrrad zur Universität.
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82 %Öffi-Anteil bei Studierenden
Studierenden nutzten 2025 hauptsächlich öffentliche Verkehrsmittel für den Weg zur Universität.
Universitätsbezogene Reisen und Auslandsaufenthalte
Forschung, Lehre und Studium sind international ausgerichtet und mit Mobilität verbunden. Dienstreisen von Mitarbeiter*innen sowie studienbezogene Auslandsaufenthalte, Exkursionen und weitere Reisen von Studierenden verursachen einen wesentlichen Teil der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen.
Dienstreisen und Flugreisen
Dienstreisen und Auslandsaufenthalte von Mitarbeiter*innen verursachten 2025 rund 11.453 Tonnen CO₂-Äquivalente. Einen wesentlichen Anteil daran haben Flugreisen. Mitarbeiter*innen sollen daher prüfen, ob eine Reise notwendig ist, und für Ziele innerhalb Österreichs sowie bei Bahnreisen bis zu sechs Stunden bevorzugt den Zug nutzen. Für Flugreisen hebt die Universität Wien eine interne Flugabgabe ein. Die daraus gewonnenen Mittel werden für Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit eingesetzt. Die Abgabe ist keine Kompensation der verursachten Emissionen.
Pendelmobilität
Die Universität Wien unterstützt klimafreundliche und aktive Mobilität auf dem täglichen Weg zur Universität. Aufgrund ihrer vielen innerstädtischen Standorte bestehen dafür gute Voraussetzungen: Der überwiegende Teil der Studierenden und Mitarbeiter*innen kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß zur Universität.
Auf Basis der in den Jahren 2022 und 2025 durchgeführten Mobilitätsbefragungen zeigt sich an der Universität Wien ein Trend hin zu aktiveren und klimafreundlichen Fortbewegungsformen. Die wesentliche Veränderung liegt im massiven Ausbau der aktiven Mobilität: So hat sich der Radverkehrsanteil bei den Bediensteten seit 2019 auf 24 % verdoppelt und bei den Studierenden auf 9 % verdreifacht. Parallel dazu bleibt der öffentliche Verkehr zwar das dominierende Verkehrsmittel, verzeichnete jedoch Rückgänge bei den Studierenden (von 93 % auf 82 %) und den Mitarbeitenden (von 78 % auf 63 %) zugunsten von Fahrradfahren und Zufußgehen. Der PKW-Anteil verharrt bei beiden Gruppen auf einem konstant niedrigen Niveau von etwa 4 %, wobei jedoch ein steigender Anteil an E-Fahrzeugen sowie ein großes Umstiegspotenzial für Pendler*innen im Nahbereich (unter 10 km) identifiziert wurde.
Fahrradfahren an der Universität Wien
Die Universität Wien unterstützt das Fahrrad als Verkehrsmittel für den täglichen Weg zur Universität. Dafür wird die Fahrradinfrastruktur an und rund um ihre Standorte schrittweise verbessert. Die Universität erhebt bestehende Radabstellplätze und prüft den weiteren Bedarf. Wo zusätzliche Radbügel auf öffentlichem Grund sinnvoll sind, stimmt sie sich mit der Stadt Wien ab. An mehreren Standorten werden außerdem Radservicestationen eingerichtet. Gemeinsam mit anderen innerstädtischen Universitäten bringt sich die Universität Wien für bessere und sicherere Radverbindungen im Umfeld ihrer Standorte ein. Dazu zählen die Öffnung geeigneter Einbahnstraßen für den Radverkehr, Verbesserungen nach Bauarbeiten und, wo möglich, eine sichere getrennte Radinfrastruktur.
An allen zentralen Standorten der Uni Wien stehen Fahrrad-Service-Stationen zur Verfügung, die kleinere Reparaturen und Wartung erleichtern. Der mobile Stadtplan der Stadt Wien gibt einen Überblick über alle Fahrrad-Service-Stationen.
Von der Uni Wien betrieben Stationen befinden sich an folgenden Standorten:
- Hauptgebäude der Universität Wien (Neben dem Haupteingang links)
- Neues Institutsgebäude (NIG), Universitätsstraße 7, Ecke Rathausstraße
- Juridicum, Schottenbastei 10-16, Ecke Heßgasse
- Campus ("Altes AKH"), Spitalgasse, Hof 2, vor dem Büro der ÖH
- Fakultät für Chemie, Währingerstraße 38 (im Innenhof) und auf dem Ehrenhaft Steindler Platz
- Botanischer Garten, Rennweg 14, 1030 Wien (beim Haupteingang)
- UBB, Djerassipl. 1 (neben dem Haupteingang)
- Zentrum für Molekulare Biologie, Maria-Jacobi-Gasse 2, 1030 Wien
- Universitätssportzentrum, Auf der Schmelz 6, neben USZ 1 Haupteingang
- Institut für Soziologie, Rooseveltplatz 2, vor dem Eingang
- Zentrum für Translationswissenschaften, Gymnasiumstr 50, 1190 Wien
Gut erreichbare und sichere Fahrradabstellplätze sind eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Mobilität. Die Universität Wien stellt an vielen Standorten entsprechende Anlagen bereit und entwickelt diese laufend weiter.
Da sich viele Flächen rund um Universitätsgebäude im öffentlichen Raum befinden, liegt die Zuständigkeit für die Errichtung von Abstellanlagen häufig bei der Stadt Wien. Die Universität steht dazu im laufenden Austausch mit den zuständigen Magistratsabteilungen und Bezirken.
Für 2026 ist eine umfassende Studie geplant, die alle Standorte der Universität Wien betrachtet. Analysiert werden sowohl Ausbaupotenziale auf Eigengrund als auch die Abstimmung mit der Stadt Wien, um eine fundierte Grundlage für den weiteren Ausbau der Fahrradinfrastruktur zu schaffen.
Überdachte Fahrradabstellplätze an der Universität Wien finden Sie an folgenden Standorten:
- NIG (Neues Institutsgebäude), Universitätsstraße 7 (Rechts neben dem Haupteingang, Ecke Radhausstraße)
- OMP Oscar-Morgenstern-Platz (Vor dem Eingang in der Berggasse)
- UBB Djerassiplatz 1 (inkl. Ladestation für E-Bikes) (Im Außenbereich neben der Mensa)
- VBC5, Rennweg 95b (Rechts vor dem Haupteingang)
- Max-Perutz Labs, Dr-Bohr-Gasse 9 (Fahrradkäfig im Bereich der Garage)
- UZA II, Josef-Holaubek-Platz 2 (Fahrstraße bei der Einfahrt zur Garage Erdwissenschaften)
- Währinger Straße 17 (Fahrradabstellplatz in Durchfahrt)
- Währinger Straße 38-42
- Porzellangasse 4 (Fahrradabstellraum Keller)
- Kolingasse 14-16 (Fahrradabstellraum Keller)
- Centrum für Internationale Entwicklung C3 - Sensengasse 3 (allgem. Fahrradabstellraum im Wohnhaus)
- Universitätssternwarte, Türkenschanzstraße 17
- FRANCIS, Althanstraße 4. (der Zugang zu den Fahrradabstellplätze erfolgt über den Eingang Althanstr. 4 Erdgeschoss. Mit dem Aufzug gelangt man in das OG 1 (BT C) zu den beschilderten Fahrradräumen. Es besteht auch ein Zugang zu den Duschen (Stiege 3, 1. Obergeschoss))
Das Universitätssportinstitut (USI) bietet Kurse für unterschiedliche Erfahrungslevels – vom sicheren Alltagsradeln in der Stadt bis hin zu Mountainbike-Angeboten. So können Fähigkeiten ausgebaut und Sicherheit im Straßenverkehr gestärkt werden.
- Entspannt Alltagsradfahren in der Stadt (mit USI-Trainerin Bettina Reidlinger)
- Angebote rund um Rennrad-Fahren und Mountainbike (inkl. Technik-Training)
Die Radlkarte der Radlobby bildet ein alltagstaugliches Wegenetz ab, das zeigt, welche Strecken sich am besten fürs Radeln eignen: https://www.radlkarte.at/
Die Radfahrschule bietet Kurse für mehr Sicherheit im Straßenverkehr – ideal für Einsteiger*innen und alle, die ihre Fahrpraxis verbessern möchten.
Gemeinsam radeln: Das Radbuddy-Angebot unterstützt beim Einstieg ins Alltagsradeln – mit persönlicher Begleitung durch erfahrene Radfahrer*innen.
Reifen platt? Kette rausgesprungen?
Erste Hilfe fürs Fahrrad: So verwendest du die Fahrradservice-Stationen vor den Uni Wien-Gebäuden!
Die Universität Wien hat die Möglichkeit eines JobRad- bzw. Dienstradleasing-Modells geprüft und dabei arbeitsrechtliche, steuerrechtliche, organisatorische und finanzielle Aspekte berücksichtigt.
Die Prüfung hat gezeigt, dass eine Umsetzung derzeit mit mehreren Herausforderungen verbunden wäre:
- Aufgrund unterschiedlicher Dienstverhältnisse könnten nicht alle Mitarbeitenden gleichermaßen von einem solchen Modell profitieren.
- Die Umsetzung wäre daher mit Fragen der Fairness und Gleichbehandlung verbunden.
- Die Universität kann im Vergleich zu vielen Unternehmen nur eingeschränkt von steuerlichen Vorteilen profitieren.
Aus diesen Gründen wird JobRad an der Universität Wien derzeit nicht angeboten.
Die Universität prüft weiterhin Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Mobilität und bewertet diese hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, Fairness und Umsetzbarkeit.
Handlungsfelder
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Energie & Gebäude
Die Universität Wien arbeitet an der Reduktion des Energieverbrauchs, der Nutzung erneuerbarer Energie und einer nachhaltigen Gebäudestrategie.
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Mobilität
Ob Weg zur Uni oder Dienstreise: Mobilität verursachte 2025 rund 53 Prozent der erfassten Treibhausgasemissionen der Universität Wien.
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Labortätigkeit
Die Universität Wien erprobt Maßnahmen, um den Energieverbrauch und den Materialeinsatz in Laboren zu senken.
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Verpflegung
Unser Ernährungsverhalten beeinflusst das Klima stark. Die Universität Wien fördert pflanzliche Angebote in der Verpflegung.